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Erzähl-Gedicht in Form des Selbstgesprächs über den inneren Kampf der gegenläufigen Interessen: St Jost... Geschichte eines Wallwanderns am 01.09.06 von ca. 14:00 – ....17:30 Uhr?
Die Gegenstimme: „He Alter, bist du noch bei Trost, du willst noch heute nach... St.Jost? Hin und zurück von K.- Berg sind´ s so... 12 KaEm? Ich glaub´, du spinnst. Was denkst du, dass du, so, gewinnst?
Erst geht´ s mal `rauf, dann steil Berg runter den Pilgerweg, da wirst du munter.... Die Knie höre ich schon knacken. Dann zieht´ s in Hüfte und auch Nacken.“
Der Aktive „Ist mir egal, ich will jetzt packen.
Und sei jetzt still, mein fauler Heinz. Ich brauch´ zum Wandern nur noch eins, dass du jetzt mal die Klappe hält´ st. Es ist nicht so, dass du mir fehlst, wenn stets du mich mit Zweifeln quälst.“
Der Erzählende: So macht´ ich mich denn auf den Pfad so vor mich hin... Zwei Herrn mit Rad fuhren noch - nächst bei Kürrenberg - an mir vorbei, dem Wanderzwerg.
Der Aktive „Heut´ tu´ ich mir ein gutes Werk“
Der Erzählende: Schritt weiter gut im Wald einher. Im smallen Talk: Ein Wanderer entgegen kam auf kurzer Heid´ „Noch bis St. Jost? Das ist doch... weit!“ Verging mir kurz... die Wanderfreud.
Dann war ich – gänzlich - lang´ allein. Nun ging´s zum Pilgerpfad hinein. Rechts den bequemen Weg hinunter? Ich wählte links, sah erst mal runter: Jetzt wird´ s gleich wirklich richtig bunter.“
Schmal, steil und glitschig, dieser Pfad,. Wer dieses angefangen hat? Der wollte sich wohl ehrlich quälen - Auch später - and´ re ihre Seelen, Befrei´ n von Sünden und Verhehlen?
Geregnet hatte es doch häufig...! Der schmale Pfad war nicht fuß-läufig, Eher fuß-rutschig, ich sah´ s kommen. Die Hölle für die Wander-Frommen Erst recht der Zweifler war beklommen.
Ich sag´ s: Mit schmerzlichen Torturen Wandelte ich auf Pilgers Spuren.... Im Knie – das abstiegs-ungewöhnte - Knackte und riss es, dass ich stöhnte: „Die Strafe dafür, dass ich höhnte,
die paar KaEm doch leicht zu schaffen, Fußlahm schon lange. Alte Affen Wollen sich so noch... ‚was’... beweisen? Gehörten nicht zum alten Eisen? Die Zweifel kamen jetzt, die leisen.
So schlich ich – tastend - denn bergab Vermied die Hast, einmal im Trab Könnt´ ich dann nur noch schneller werden....! Mit Hals- und Beinbruch als Beschwerden Wär´ dies´ das Ende hier, auf Erden.
Halb zog es mich, halb fiel ich hin. Dies´ felsig-glitsch´gen Pfades Sinn War wirklich, sich bewusst zu machen: Des Lebens Ernst ist nicht zum Lachen! Im Rucksack drückten Siebensachen.
Es zitterten mir beide Knie, Hatten mit steter Beugung Mühe. Daß mich so sollt´ die Technik plagen Waren mir vorher keine Fragen. Hätt´ ich´s geglaubt?: ‚Dann trotzdem wagen’
Erreicht´ den Grund mit Müh´ und Nöten. Die Lust war nun fast vollends flöten. Der Schweiß rann mir schon in den Sitz. „Na, Jost sei Dank, das Tal der Nitz. Jetzt fehlt nur noch ein Kugelblitz.“
Und hinten, ja, auch die Kapelle.“ Verhalten, wirklich nicht mehr schnelle, Erreichte ich die weißen Mauern. So wich´ s schon langsam, das Bedauern. Es gab doch nichts, an Blitz und Schauern.
Nun war ich endlich angekommen, Dem Ziel von vielen tausend Frommen? Dies´ Kirchlein war mal Zweck von vielen Die nach Strapaze niederfielen? Erstrebtes Ziel von allen Zielen?
Hier anzubeten einen Heil´ gen. Gehörten nicht mehr zu den Eil´ gen.... Das Fazit meines geist´gen Fokus: „Der heißt nicht Jost, sondern Jodokus...!? Warum nicht abgekürzt auf ‚Jokus’?
So war´ s mir auch ein Bildungswandern Aus steilem Höhen-Ort zum ander´n In tiefem Tal, auf Schmerzenspfaden, Mit Essen, Trinken, Geist, beladen. Zurück den Nitz-Weg nun, den g´ raden.
Doch erst mal rasten, nach Minuten. Es ist noch früh, muss mich nicht sputen. Nur eier ich schon, in Gelenken. Und Rückweg? Asthma? Nicht d´ ran denken. Zwei Wand´ rer - fröhlich - Grüße schenken.
So sitz´ ich - an dem Tisch aus Stein - Auf einem Balken und trag´ ein, Was irgendwann zu dichten sei. Dann fühl´ ich mich, für später, frei.... Dort hinten kommt die Reiterei:
Zwei Pferde, Reiterin und Reiter. Das linke Pferd will nicht mehr weiter Und driftet seitwärts, Richtung Bach. Es starrt mich an - ich es, hellwach. Der Reiter zieht´ s mit Ach und Krach.
„Hat´ s Angst vor mir?... Ich schau´ zur Seite...!“ Die Reiterin amused sich freute. Doch ‚Reiter’ war irgendwie sauer. „Ist doch sein Gaul, der eitle Bauer. Des Herrenreiters Stolz? Bedauer,
hab´ mein Problem mit Charakteren, auf hohem Ross meinen sie wären, King of the Road, einsame Spitze… Sauer? Warum,? Der Herr... ich sitze...! Ich die Bedrohung? Mann, jetzt flitze.
Der stolze Rappe und sein Reiter Eiern des Wegs - wie ich gleich - weiter. Der Gaul noch paar Mal nach mir äugt, Vom Friedenssinn nicht überzeugt. Herr und Gescherr jetzt tiefgebeugt.
Ich pack´ zusammen, meine Plünnen Und stakse stock und steif von hinnen. Den Bach hinunter, Richtung Mündung. Erwart´ von mir mehr keine Zündung, Wohl eher ‚Aufgebens-Verkündung’ ?
Doch, muss ja später auch bergan den Weg zurück, oh Mann, oh Mann. Links, tief am Bach, im kühlen Nass, Ein Pertri-Jünger „ Beißt... da... was?“ „Nee, Nee, das mach´ ich nur zum Spass.“
Welch´ Unterschied zu ‚unser´m Reiter’...! Dieser verkniffen - ‚Angler’ heiter. Erträumt sich hier gewiss kein Schloss. Doch ‚Reiter’ spielt wohl gern´ den Boss? Ach, stürzt ein Eitler nicht... vom.... Ross?
Ich wanke weiter. Unterbrechung? Das ist nicht gut. Des Sinn´ s Bestechung Heißt: ‚Ruhig weiter hier, am Bache, Denn später –nur bergan – so mache Die Pausen erst, dass es nicht krache!’
Soll? Soll ich nicht? Weit nun, vor Nitztal. Ein Weg bergauf, ist mir Qual der Wahl. „Oder doch weiter?“ fragt´ s erneut... in mir: „Bergan.“ Ich hab´ s bereut: Am Sechskantstein war ich ‚verstreut.’
Ich troff vor Schweiß. Meine Gelenke Und Bänder drohten - mit Geschwenke - Sich aufzulösen...ich war fertig. Fühlte mich nicht mehr irgendwertig. Noch... 4 KaEm?...vergegenwärtigt.
Die Lunge pfiff, die Bronchiä Verengten sich, mein Asthmaspray War halb verbraucht, den Weg bergan. „Oh Jost, oh Jost, heiliger Mann, So schnell werd´ ich nicht vor Dir stahn.
Nun hilf mir schon, beim Weg zurück.“ Er half mir glatt, das gute Stück. Es gab zwar kurzen Rad-Auflauf: Mehrere Fahrer dicht zuhauf... Die Rundfahrt stört´ nicht den Verlauf,
Denn, ich schlich langsam Richtung Heimat Am Rand lang: ‚Wohl dem, der ein Heim hat.’ Erkämpfte mir Meter um Meter Sogar an Herrchens Hund Gezeter Vorbei, mit ausgelatschtem Treter,
Vor Augen nur die eig´ nen Wände. Dort war die Qual dann auch zu Ende. Man sah den alten Pilgervater Auf´ s Bett fall´ n, ohne viel Theater... ... Tags d´ rauf mit ‚Riesen-Muskelkater.’ ~ Und die Moral von der Geschicht´ ? Ein Viel-Denker, der wand´ re nicht? Ein Wanderer, der sollt´ nicht denken, Vom Wege sich nicht abzulenken?
Ist alles Quatsch: Der faule Dichter Bisher auf Training hat... verzicht´ er. So wird man ihn wohl künftig sehen, Vor und zurück den Weg nun gehen. Denn, üben muss er ‚das Zurück’, Das ist vom Weg das schlimmste Stück. Und, soviel ist er wohl bei Trost Es ist ein Ziel, dieses ‚St. Jost’. __
Kreativzeit: Kürrenberg, Sa. 03.09.06, ca. 10:30 – 14:00 Uhr ©2006 Heinz-Albert Ellner
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