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| Der Kürrenberger Riesenzwerg Ein wahres Märchen aus nahferner Zeit Von Heinz-Albert Ellner
Während eines Waldspazierganges des gefürchteten AllesVerDichters E. im ‚Kürrenberger Evgestal’, verlor ein zerstreuter Waldgeist bei einem seiner Schussel-Flüge eine geheimnislose Luft-Tafel, die sich E., - verdattert, doch geistesgegenwärtig und reflexartig schnell - aus der Luft griff. ‚Mir nichts dir nichts´ war dann der grollende Luft-Geist wieder in alle Winde verstreut. Gelernt von alten Meistern - und bereits geübt im Umgang mit geistiger Heiß-Luft - war es E. ein leichtes, diese Tafel komprimiert bis zu seiner Wohnung zu retten. E. gelang es dann zu Hause sensationell genial, dieses äußerst bemerkenswert gut erhaltene Kleinod – hört, hört: In einer bisher weltweit völlig unbekannten Gedanken-Hohlschrift geritzt – schnell unbeschadet zu dekomprimieren und dann auch noch zu entziffern. Doch, sofort nach der Dechiffrierung löste sich allerdings die Tafel unversehens wieder in ‘normale’ Luft auf und konnte somit leider der Wissenschaft nicht erhalten werden.Ein unersetzlicher Verlust für die Menschheit. Zum Glück für die Fachwelt nun im folgenden die sinngemäße Zusammenfassung der geheimnisvollen Botschaft. Nach dem bekannten Spruch: „Ich kann nur Politik“, wurde sie von Poet E. zu einem doppelten Schrö...Lott... äh.... Lyrik-Werk verdichtet. Wo erforderlich, hat unser Meister-Alles-VerDichter E. entsprechende Erklärungen eingebaut. So lesen wir denn nun andächtig, was uns die geheimnisvolle Kürrenberger-Luft-Tafel offenbarte:
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”Auf hohem Berg im Evgestal,Die Windmühle am Wasserfall,Dreht´s Eisenrad aus Wolkenholz In trauer-frohem Anti-Stolz... ~So war´s einmal zu Kürrenberg,Daß dort hauste ein Riesenzwerg.Im gelben Rock aus blauen ZwirnSchlich eilend er auf rotem Firn. Denn, Winter war´s im Evgestal...Im heissen Juni - dazumal.Da fuhr er Schlitten - was? Ja, krasser - Mit Eiszapfen aus hohlem Wasser. Und... einsam war der Riesenzwerg.So ritt er denn von KürrenbergZum Mondmann und zur MondenfrauIn Wolkenschimmels Trab hinau....f Kam so des Nachts im Hellen an.Traf auch sofort den Mondenmann,Der schnell die Mondentochter rief...Ein Kalb war seine Braut-Mitgif...t Das Mondfräulein war hell erfreut: “Gehabt euch wohl, ihr guten Leut.”Er ließ das Mondkalb froh zuröck...Die Mondmaid war sein ganzes Glöck. Sich kaum geseh´n, war´n beide helle,Sie rutschten runter auf die SchnelleAuf einem glatten Mondscheinstrahl.Der glitt genau zum... Evgestal. Jetzt seine kleine RiesenfrauWohnte mit ihm im RiesenbauAus Luftholz und aus Zwerg-Hochfichten.Auf Türen konnten sie verzichten... Sie klappten sich das Dach nur auf,Wenn kriechend sie in vollem Lauf Nach Hause kamen, vom Wal-Fang,Der ihnen leicht im Bach gelang. Denn, Riesenzwerge sind recht clevver:Dem Mammut streu´n sie EifelpfefferSchnell-zögernd auf den kurz-lang-Russel.Beim Niesen fangen sie das Dussel. Es wird zu Hause zur Trompete.Auf´m Luftloch spielt der Wal die Flöte.Ein riesen-kleines KänguruhHüpft taktlos dann den Takt dazu. Und nachts, wenn hell die Sonne scheint,Sind lautstill friedlos sie vereint.Sie schnarchen sanft in tiefer Höh´, Daß schlafwach wird das Hasenreh.....“ ~War so die Welt im Evgestal?Ja-Nein? Nein-Ja? So war´s k-einmal?Es weiß doch jedes alte Kind, Daß lebend sie Verstorben sind... Oder?” ~ Das Kürrenberger Mondkalb Oh ja, sie haben es bemerkt?In aller Welt seidem, verstärkt,Vom Mondmann spricht nun Alt und Jung...Die Mondfrau...? Gleichberechtigung. Die Mondentochter? Gab´s dort früher.Das Mondenpferd und sein Gewieher?Ihr wißt ja selber wie es war:Der Gaul war Luft, die Braut jetzt da... Es ist dies´ Mondkalb, das war neu.Geweidet einstmals im “Geheu.”Von Kürrenberg zum Mond es flog,Dann auf dem Mond die Runden z....ieht. Und wer es heute dort will seh´nBei Vollmond müsst´ zum ‘Geheu’ geh´n.Denn nur von dort sieht man es gutUnd hört, wie´s Mondkalb kräftig muht. ??? Wenn´s´s ... tut.” “Ja?” “Dann `s gut!” “Nein?” Wenn´s also nicht mehr muhen tut?Dann, lieber Gast, sei auf der Hut...Das Mondkalb spukt dann im ‘Geheu’...Denn manchmal hat es... Mondtags... frei. Nur, heut´ gibt´s nichts mehr dort zu grasen.Es wachsen weder Klee noch Rasen...Ein Wald wuchs über diese SachenFür´s Mondkalb ist das nicht zum Lachen. D´rum streift es dann durch Baum und StrauchSucht hier in hohler Winde HauchNach diesem Gras der frühen Jugend.Doch das ist futsch, nur Wald... genugend. Wer´ s Vollmond-Mondtags sehen wollt´,Dem hat es arg den Arsch versohltMit einem Stock aus Mondenschein.Du glaubst das nicht? Dann geh´ allein Zum ‘Geheu’ hin Des nachts. Dann kracht´s ___ Kreativzeit: Kü.Do., 03.08.06, ca 20:30 – 21:35 + Nacharbeit©2006 Heinz-Albert Ellner |
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